Marxismus und Kunst: Befreiung der Kultur vom Kapitalismus

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Pieter Bruegel the Elder - The Tower of Babel (Vienna)

Im Kapitalismus sind Kunst und Kultur nichts anderes als ein Geschäft, das für den Profit ausgebeutet wird. Gleichzeitig werden die besten künstlerischen Errungenschaften der Menschheit in den privaten Tresoren der Reichen oder hinter den vergoldeten Türen teurer Galerien und Theater eingeschlossen - was Trotzki als „Konzentrationslager der Kunst" bezeichnete.

Die große Mehrheit der Menschen wird daran gehindert, Kunst zu produzieren, und gezwungen, den größten Teil ihrer Zeit für einige wenige Parasiten zu schuften, wobei kaum Zeit für Erholung bleibt. Teure Kunsthochschulen und elitäre Salons sorgen dafür, dass die Arbeiterklasse von der "hohen" Kultur ferngehalten wird, während die Notwendigkeit, den Lebensunterhalt zu verdienen, die KünstlerInnen daran hindert, zu experimentieren und ihr Handwerk weiterzuentwickeln.

Die Krise des Kapitalismus ist auch eine Krise der Kultur: Das sehen wir an der endlosen Parade fast identischer Hollywood-Superhelden-Blockbuster und der Stagnation in einer Disziplin nach der anderen: von der Literatur über das Theater bis hin zur Musik. Der Kampf der MarxistInnen für die Revolution ist auch ein Kampf für die Befreiung der Kunst vom Profitstreben und die Nutzung des gesamten kreativen Potenzials der Menschheit.