Unterdrückung, Erbe und Privateigentum: Der Marxismus und die Familie

Datum: Dienstag 26. Juli
Zeit: 14:00 - 17:30 GMT+2

Engels bezeichnete die Entstehung der patriarchalischen Familie als die erste Konterrevolution der Menschheit. Hunderttausende von Jahren lang gab es unter den Bedingungen dessen, was Engels als Urkommunismus bezeichnet, kein Privateigentum, die Ehe, wie wir sie heute kennen, existierte nicht, und es gab keine Klassen. Doch Ackerbau und die Produktion eines Überschusses (mehr Ressourcen als zum bloßen Überleben notwendig) schufen die materielle Grundlage für eine Arbeitsteilung und damit für die Entstehung sozialer Klassen: Ausbeuter und Ausgebeutete.

Die aufstrebende herrschende Klasse brauchte eine Möglichkeit, ihren angehäuften Reichtum an ihre Nachkommen in der männlichen Linie weiterzugeben, was wiederum eine Möglichkeit zur Bestimmung der Vaterschaft und zur Kontrolle der Fortpflanzung erforderte. Die einzige Möglichkeit, dies zu tun, war die Degradierung der Frau in eine Position, in der sie von den Männern beherrscht wird. Dies ist die historische Grundlage für die Ehe in ihrer heutigen Form und die Familie. Die Familie, das Privateigentum, der Staat und die Klassengesellschaft haben alle einen gemeinsamen Ursprung. Heute streben wir danach, die menschlichen Beziehungen von den Fesseln des Zwanges und der Unterdrückung zu befreien und sie auf eine gesunde Grundlage in einer sozialistischen Gesellschaft zu stellen.