Die Arbeitswerttheorie: die Ursprünge der marxistischen Ökonomie

Datum: Sonntag 24. Juli
Zeit: 18:30 - 22:00 GMT+2

Marx revolutionierte die politische Ökonomie mit der Veröffentlichung des Kapital, in dem er den Kapitalismus in all seinen Aspekten brillant analysiert und erklärt, warum dieser unweigerlich und aus sich heraus krisenanfällig ist. Marx hat seine Ideen jedoch nicht aus dem Nichts aus dem Hut gezaubert. Vielmehr steht er auf den Schultern der fortschrittlichsten bürgerlichen politischen Ökonomen: insbesondere Adam Smith und David Ricardo.

Diese beiden Denker vertraten die Arbeitswerttheorie, die besagt, dass der Wert einer Ware durch menschliche Arbeit entsteht. Spätere bürgerliche ÖkonomInnen haben diese Theorie jedoch wieder verworfen, weil ihre Implikationen gefährlich waren. Denn wenn die Arbeiter die Quelle allen Wertes sind, sollten sie dann nicht auch Anspruch auf die Früchte ihrer Arbeit geltend machen?

Obwohl Smith und Ricardo durch ihre einseitige, bürgerliche Herangehensweise an die Ökonomie eingeschränkt waren, stellten ihre Ideen dennoch einen wichtigen Durchbruch dar, den Marx mit seiner Theorie des Mehrwerts, die die Entstehung und Extraktion von Profit, weiterentwickeln und verfeinern konnte. Damit wurde der Grundstein für die marxistische Ökonomie gelegt: das mächtigste Analyseinstrument, das uns zur Verfügung steht.