Dialektik der Natur: Der Marxismus und die moderne Wissenschaft

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Der große Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel führte eine Revolution in der Philosophie herbei, indem er mit dem mechanischen bürgerlichen Materialismus, der im Europa seiner Zeit vorherrschte, zugunsten einer Weltanschauung brach, in der Widerspruch und ständige Veränderung im Mittelpunkt stehen. Der wissenschaftliche Sozialismus von Marx und Engels stellte Hegels Ideen auf eine materialistische Grundlage, die in der höchsten Errungenschaft der Philosophie gipfelte: dem dialektischen Materialismus.

Heute werden die Ideen von Marx und Engels durch die fortschrittlichsten Entdeckungen und Theorien der Wissenschaft immer wieder aufs Neue bestätigt. Statt einer Welt, die aus festen, diskreten, statischen Entitäten besteht, die sich in einer vorhersehbaren Weise für alle Ewigkeit bewegen, oder gar einem graduellen Übergang von einem Zustand zum anderen, enthüllt die Wissenschaft zunehmend einen Prozess der revolutionären Transformation.

Von der Chaos- und Komplexitätstheorie in der Mathematik über die Gould'sche Theorie des punktuellen Gleichgewichts in der evolutionären Zoologie bis hin zur Quantenmechanik in der Physik werden die Grenzen der formalen Logik durch den Fortschritt der Entdeckungen aufgezeigt. Die WissenschaftlerInnen müssen mit einer Welt rechnen, in der sich Teilchen wie Wellen verhalten und umgekehrt, in der Materie und Energie gleichwertig sind und in der Arten schlagartig und spektakulär entstehen und aussterben. Mit anderen Worten: Die Natur wird durch Bewegung, Veränderung und Revolution bestimmt!